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Unser Camperbus

Mein Traum war es immer einen Bus selbst auszubauen. Die Liebe zum Design und Gestalten habe ich schon früh entdeckt, womit meine Interesse zur Innenarchitektur entstand.

Mein Verlobter und ich reisen super gerne und teilen die Lust auf das minimalistische Reisen auf vier Rädern. 2018 sind wir mit einem kleinen, geliehenen Camper (Juicy Van) durch die Nordinsel Neuseelands und die Ostküste Australiens hoch gereist- wir haben es geliebt! Vorher schon, aber vor allem auch danach war uns klar, dass wir unseren eigenen Camper-Van zum Reisen wollen und die Sucherei auf EBay Kleinanzeigen startete.

Im Januar 2019 wurden wir dann fündig. Ein Oldtimer. Ein Mercedes Benz T2 Vario vom Deutschen Roten Kreuz, als Katastrophenschutz im relativ guten Zustand mit sechs Sitzen. Trotz niedriger Motor-Power verliebten wir uns in den Bus.

Ich hatte schon genaue Vorstellungen über den Ausbau des Busses, musste mich aber den praktischen Ideen meines Verlobten anpassen. In den meisten Fällen ist es bei uns so: ich, die kreative Designerin und er der praktische Realist- oft treffen wir uns perfekt in der Mitte.

Ein Freund von uns baute schon seit längerem Busse in Portugal aus, welcher auch Interesse hatte, seine Künste an unserem Bus zu zeigen. Mein Verlobter nahm sich also die Zeit den Bus von Berlin nach Portugal zu fahren, um mit seinem Kumpel an dem Bus zu arbeiten. Mit meinen Entwürfen und gestalterischen Wünschen und zwei handwerklich begabten Männern, wurde der Mercedes-Bus dann für mindestens vier Reisende ausgebaut.

 

Zunächst war wichtig, dass es genügend Arbeitsfläche in der Küche gibt. Dies wurde durch mobile Holzabdeckungen von Waschbecken und Gasherd erzielt.

Ein zweites Doppelbett haben wir durch unseren verstellbaren Esstisch ergänzt. Der Küchentisch ist mit einem gepolsterten Sitz und der originalen Doppelsitzbank des Busses umgeben. Mit dem Runterkurbeln des Tisches, dem Umklappen des Sitzes und einem zusätzlichen Polster entsteht hier ein optimaler zusätzlicher Schlafplatz für 1-2 Personen.

Den 5. und 6. Sitz haben wir vorerst ausgebaut- dieser kann jedoch im Falle einer Reise mit 6 Personen ganz einfach wieder eingebaut werden.

Bewusst haben wir uns für Ressourcen-schonende und leichte Materialien entschieden und Holz recycelt. Durch das verschiedene Holz und die natürlichen Farben entsteht im Innenraum des Busses ein sehr angenehmes Raumklima. Textilien, Accessoires und Besteck haben wir im „Boho“ Stil von Debot, Ikea Conscious und H&M Home Conscious. Bei dem Geschirr haben wir uns für leichte Emaille und Bambusfasern entschieden.

Passend zu den Holzmaterialien habe ich im Innendesign für sommerliche Farben wie gelb, beige, gold und dunkelgrün gewählt.

Das Wichtigste und Praktischste an unserem Bus sind die Solarpanel auf dem Dach. Tagsüber tankt der Bus automatisch zusätzliche Energie durch die Sonne. Mit dieser Energie treiben wir unsere große mobile Kompressor-Kühlbox an (welche unter dem Queensize-Bett steht), laden Geräte über Steckdosen (mittels Wechselrichter) & USB-Anschlüsse, nutzen unseren Wasserhahn sowie die Außendusche und haben danke eingebauter LED Lampen jede Menge Licht. Außerdem haben wir mehrere Musikboxen im Bus verteilt, sodass die Soundqualität sehr angenehm ist. Klamotten, Küchengeräte, Geschirr und die 80L Kühlbox sind durch Fächer und Schubladen mit Druckmechanismus verstaubar. Der 120L Frischwassertank mit Wasserpumpe und der Wechselrichter (um zwischen 12V und 24V wechseln zu können) befinden sich unter dem Bett im „Kofferraum“, wo wir auch weiteres Camping-Gear, Werkzeug oder Fahrräder lagern können.

Durch den vielen Platz den wir durch Verstaufächer geschaffen haben, ist der Bus optimal für mehrere Personen und eignet sich dank Isolierung und Standheizung ideal für Winterurlaube, aber auch für Festivals oder Roadtrips im Sommer!

Wir haben unseren Winter-Roadtrip durch Europa bereits hinter uns, freuen uns aber um so mehr auf die bevorstehenden Reisen im Warmen mit BBQ, Außendusche und morgendlichen Schwimmen im Meer. Das Reisen auf vier Rädern ist das Schönste, denn du kannst dich frei bewegen, ohne zu einer Unterkunft zurück zu müssen, entscheidest selber mit welcher Aussicht du frühstücken willst, in welcher Stimmung du zu Mittag isst und welche Ansicht vom Sonnenuntergang du zum Abendbrot haben möchtest. Man hat sein Zuhause immer mit dabei und kann auch mal die Seitenstraßen ins Nirgendwo nehmen. Es dauert nicht lange, bis man sich an das Minimalistische gewöhnt hat und mit dem Nötigsten auskommt!

Bei uns steht noch eine Reise in den Iran, durch Afrika und durch den Skandinavien an! Let´s start some adventures!!

Oh, P.S vor dem Ausbau habe ich meinen Verlobten einen Heiratsantrag im Bus gemacht! 😉

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