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Kombucha (mit Rezept)

In Indonesien, nach 7 Monaten Weltreise lernte ich das fermentierte Teegetränk kennen. Mein Zeit als Foodbloggerin startete unerwartet in Bali- ich besuchte über 30 Restaurants auf ganz Bali, fotografierte instagramable Gerichte, modelte und finanzierte mir dadurch zusätzliche Wochen in Asien. Alle Restaurants waren unterschiedlich, aber eins hatten alle gemeinsam: es gab immer Kombucha. Da ich das Getränk vorher nicht kannte, ich ein Mensch bin der alles probieren möchte und mich die Beschreibung auf der Flasche ansprach, bestellte ich bei meiner ersten Kooperation direkt die erste Flasche. Ich fotografierte die Flasche ab (das Foto& die Flasche habe ich immer noch!), schickte es nach Deutschland und fragte herum ob jemand das leckere Getränk schon kennt- auf der Flasche stand: “Kombucha supports: Digestion, weight loss, immune System, energy levels, detoxification,… a good life”. Darauf hin bestellte ich nur noch das Tee-Erfrischungsgetränk! Nach der zweiten Kostprobe war mir klar: Dieses Getränk will ich auch herstellen können!

Zu dieser Zeit lebte ich in der Villa einer Familienfreundin, welche mir dann passenderweise erzählte, dass sie damals in Berlin auch Kombucha gebraut hatte. Schnell brachte sie mir die Grundsätze des Brauens bei und verriet mir, wie ich an meinen eigenen “Scoby” komme.

Vorab ist zu sagen, dass es ohne einen Scoby kein Kombucha, sondern nur Eistee gibt. Der Scoby (lang: Sybiotic culture of bacteria and yeast, auf Deutsch: Symbiotische Kultur aus Bakterien und Hefe) ist der Pilz welcher aus einem einfachen Eistee ein Superdrink fermentiert. Die Kultur fermentiert den Zucker aus dem aufgegossenen Schwarztee (oder Weiß/Grün), gibt gesunde Bakterien und Hefe an das Getränk ab, wird nach dem Vorgang entfernt und für die nächste Portion wiederverwendet. Das Brauen eines Kombucha hat mehrere Phasen und dauert insgesamt etwa zwei Wochen. Wenn man einen unpasteurisierten Kombucha in einem Glas bedeckt mit einem Tuch ein paar Tage stehen lässt, entsteht ein neuer Scoby- dies lernte ich in Bali.

Zum Ende meiner Reise in Indonesien bestellte ich also einen unpasteurierten Kombucha und nahm ihn für meine 3-monatige “Reise-Pause” mit nach Berlin. In ein paar Wochen (und einem privaten Kombucha-Kurs) hatte ich das Brauen von Kombucha drauf und wurde schnell zur Kombucha-Botschafterin! Nach meiner Zwischenreisezeit im Berliner Sommer ging meine Weltreise weiter nach Australien- Mein Scoby durfte mit! Die letzten 4 Monate meiner Weltreise hatte ich meinen Kombuchapilz immer in einer Tuppadose mit dabei und braute während in Australien, Neuseeland und den USA immer Kombucha. Selbst die Australier, welche Übermengen an Kombucha-Brands haben, feierten meinen Kombucha!

Nun braue ich bereits seit zwei Jahren meinen eigenen Kombucha und verfeinere ihn mittlerweile mit geretteten Früchten, wie zum Beispiel Beeren, Ingwer, etc. Es ist wunderbar zu sehen, wie das rundum gesunden Getränk langsam in Deutschland zum Trend wird, vielleicht sogar durch meine Hilfe!

 

 


 

Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben sich seinen eigenen Heiltrunk herzustellen, weshalb ich euch hier mein geheimes Rezept verrate:

 

Kombucha Rezept

Was du brauchst:

  • Einweckgläser
  • Tücher& Gummies (zum abdecken)
  • Sieb
  • Geduld

 

  • 5g Grünen, Schwarzen oder Weißen Tee
  • 100g weißen oder braunen Zucker
  • Scoby (mittelgroß)
  • 1L Wasser
  • Früchte deiner Wahl

 

 


1. Phase

Koche 1 Liter Wasser auf und lass es je nach Angabe auf dem Teebeutel mit dem Tee ziehen. Füge den Zucker hinzu und verrühre ihn, bis er sich auflöst. Jetzt lass den Tee abkühlen oder füge ggf. etwas kaltes Wasser hinzu, um den Prozess zu beschleunigen. Fülle den Tee in ein sauberes Einweckglas um. Sobald der Tee komplett abgekühlt ist, kannst du deinen Scoby hinzufügen- den kannst du ruhig mit gewaschenen Händen anfassen. Falls du bereits etwas fertigen Kombucha hast, kannst du 100ml davon hinzufügen- so fermentiert der Kombucha schneller. Decke das Glas mit einem Tuch ab und befestige es mit einem festen Gummi, sodass der Kombucha atmen kann, aber keine Fruchtfliegen an das Getränk kommen (Insekten lieben Kombucha- also so gut wie möglich abdichten!!).

 

 

Die erste Fermentations-Phase beginnt nun. Der Kombucha fühlt sich bei Zimmertemperatur am besten- Nicht zu kalt und nicht zu warm! Nach etwa 5 Tagen kannst du täglich deinen Kombucha kosten und schauen, ob er genug Säure bekommt, aber nicht zu viel Zucker verliert. Der Scoby ernährt sich von dem Zucker im Tee, weshalb der Kombucha nach etwa 7 Tage weniger Süße hat. Meinen Kombucha lasse ich etwa 6 Tage fermentieren und gehe dann zur Phase 2.

2. Phase

Nachdem der Kombucha eine angenehmen Säure erhalten hat, wird der Scoby entfernt. Den Scoby können wir entweder in eine Tuppadose im Kühlschrank stellen oder ihn mit etwas Kombucha und Zucker in einem bedeckten Einweckglas wachsen lassen.

Bei diesem Schritt kann du entscheiden, ob du den Kombucha filtern möchtest oder die kleinen gesunden Überreste im Kombucha mittrinken möchtest. Nun viertel eine Hand voll deiner gewünschten Früchte (oder Ingwer in Scheiben) und füge sie dem Kombucha hinzu. Decke den Kombucha wieder mit einem Tuch ab und lass ihn wieder für ca. 2 Tage stehen. In dieser Phase werden die Früchte fermentiert und geben Geschmack und Farbe an das Getränk ab. Um extra Kohlensäure zu gewinnen, verschließe das Einweckglas mit dem Kombucha + Früchte Luftdicht und lass es erneut 1-2 Tage stehen. (Jeder Scoby und jeder Kombucha ist unterschiedlich und braucht deshalb unterschiedlich viel Zeit in den Phasen. Koste deinen Kombucha zwischendurch immer mit einem sauberen Löffel und entscheide selbst, wann es dir am besten schmeckt)

3. Phase

Filtere nun die Früchte aus deinen fertigen Kombucha und fülle ihn in eine gut-verschließbare Flasche um. Stelle den Kombucha nun verschlossen in den Kühlschrank. Je kälter der Kombucha ist, desto besser schmeckt er. Spiele ruhig etwas mit der Länge der Fermations-Phasen, um deinen eigenen Kombucha zu perfektionieren.

Wir trinken meinen Kombucha immer aus einem Weinglas- denn eine so gesunde Delikatesse, welche wohl auch Krebszellen vorbeugen soll, muss genossen werden!

 

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