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7. Stopp: Indien

Wenn man schonmal eine lange Reise unternommen hat, weiß man, dass bald auch das Heimweh kommt. Alleine in der großen Welt unterwegs, alle paar Tage die Unterkunft wechseln und jeden Tag neue Leute kennenlernen- typisch Backpacker-Reise. So ist es klar, dass man die Heimat vermisst! Als Freunde von mir mir mitteilten, dass sie eine Reise nach Indien planen, war die Aufregung deshalb um so größer. Die Route meiner Weltreise war natürlich im Voraus schon relativ fest geplant, wurde nun trotzdem durch ein starkes Zickzack und ein paar Langstreckenflüge verändert. Von Sri Lanka nach Südostasien und dann zurück nach Indien? Scheint für einige unplausibel- ein Stück der Heimat im Ausland zu haben, wünscht sich aber jeder Backpacker.

Nach Kambodscha wurde also eine ewig lange Reise über den indischen Ozean nach Indien geplant.

Ich landete in Jaipur, wo ich insgesamt vier Tage verbrachte. Hier gab es außer dem Hawa Mahal Palast (erstes Bild), der rosafarbenen Stadt und ein paar schönen Tempeln aber nicht viel zu tun. Der erste Eindruck von Indien war wie erwartet: Laut, dreckig, Kühe die den Verkehr aufhalten, Schweine/Ziegen/Kamele am Straßenrand, aber auch fröhlich, bunt und würzig. Hostels die ich hier empfehlen kann: Joey’s Hostel& Pink Elephant.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Joey’s Hostel

 

Relativ kurzfristig traf ich mich dann mit einer Amerikanerin, welche ich in Sri Lanka kennengelernt habe. Sie hat mir empfohlen, sie in einem Ashram nahe Jodhpur zu besuchen. Yoga, Ayurveda Ernährung, Ruhe und Idylle wollte ich sowieso in meine Indienreise einbringen, weshalb ich mich kurzerhand mit etlichen Nachtbussen auf den Weg Richtung Ashram gemacht habe. Das Ashram war wunderschön und ich bin meiner Amerikanerin sehr dankbar, dass sie mich zu diesem geheimen, un-kommerziellen Ashram geführt hat. Alte Gebäude, Gemüsebeete, ein schöner kleiner Tempel, glückliche Tiere, ein super Guru und sehr interessante Menschen. Pro Tag habe ich hier für Yoga (Morgens 6am und Abends 6pm), Ayurvedische Verpflegung und ein Zimmer etwa 7€ gezahlt. Zwischendurch wurden auch Meditationen angeboten, womit ich leider noch nicht viel anfangen konnte.

 

 

 

 

 

 

Zu zweit sind wir nach vier Nächten Ashram dann zum anderen Extrem gefahren: Pushkar. Hier hat uns am 1. und 2. März das Holi-Fest, das Frühlingsfest erwartet. Für das Holi wurde uns diese etwas touristischere Stadt empfohlen, da es hier für ausländische Frauen am sichersten sein soll. Im Internet liest man, dass indische Männer Feiertage oft als Entschuldigung sehen, Frauen zu nahe zu kommen. In Pushkar durfte ich dies auch miterleben. Nach dem zweiten Grabscher, hatte ich jedoch einerseits eine gute Art und Weise gefunden die Übeltäter bloßzustellen, andererseits aber anscheinend auch ein stärkeres Auftreten, weshalb ich nicht mehr begrabscht wurde. Beim ersten Tag des Holis wurden überall in der Stadt Lagerfeuer gezündet und Opfergaben (wie z.B. Kokosnüsse) verbrannt. Zum Abend gab es dann vereinzelt kleine Partys. Am darauf folgenden Tag wurde der Feiertag mit Farben zelebriert. Jeder ging mit Farbbeuteln durch die Straße und wünschte dem Anderen einen schönen Frühlingsbeginn oder kurz “HAPPY HOLI!!”, indem er dir eine handvoll Farbpulver an die Wange klatscht. Auf dem Marktplatz fand dann die große Party mit 60% Indern und 40% Touristen statt.

In Pushkar sind wir sonst zu Bergkirchen gewandert und haben am heiligen Pushkar See gegessen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fünf Tage in Pushkar und dann ging es endlich zu meinen Berliner Freunden, die mich in Goa erwartet hatten. In Arambol kamen wir in dem etwas spirituellen “Love Tempel” Hostel unter. Arambol ist relativ klein, hat aber einen riesigen Strand, an dem die ein oder andere Strand-“Party” (bis 10/11pm) gefeiert wurde.

 

 

 

Da ein Familienfreund im Berliner Winter in Goa lebt, habe ich auch ihm einen Besuch in Assgao abgestattet. Faszinierend fand ich hier besonders die beeindruckenden portugiesischen Villen aus der Kolonialzeit! Zwischen weiteren Strandpartys, gutem Essen, vielen Fruchtsäften und langen Stränden, habe ich hier das typische “Goa der Ausgewanderten” kennengelernt. Am letzten Tag haben wir einen Paraglider entdeckt, sind auf dem Berg geklettert von dem er gestartet ist und haben ihn gefragt ob er mich mitnimmt, also flog ich 30 Minuten über den Anjuna Beach, Palmenkronen und Berge.

 

 

 

 

Von Goa aus bin ich für zwei Wochen auf die indischen Inseln, die Andamanen, hier habe ich meine Berliner Freunde wiedergetroffen. Die Andamanen sind kaum bekannt und es gibt dort nur ein paar Gruppen von israelischen Reisenden. Es gibt etwa vier bereisbare Inseln, darunter Havelock, eine relativ große Insel in mitten des indischen Ozeans. Die Menschen waren hier super freundlich, das Wasser war glasklar, wir hatten ein sehr süßes Bungalow und zum schnorcheln war hier definitiv die richtige Stelle (nur das Internet hat etwas gefehlt). Mit dem Roller haben wir hier alle Strände erkundet, wir haben einige Dschungel-Touren gemacht, jeden Tag eine Kokosnuss getrunken (was bei mir mittlerweile selbstverständlich ist), lecker indisch gegessen und unsere eigenen kleinen Candlelight-Strandpartys gefeiert. In der Mitte meines Aufenthalts dort, ist mir eine etwa 5 Tage alte Katze zugelaufen, welche ich ein paar Tage hochgepäppelt habe, dann aber an ein Resort weitergegeben habe. Das alles sind kleine Dinge, kleine Momente/Ereignisse, die man nicht schnell vergessen wird, deshalb bin ich dankbar egal was für Situationen mir vorgelegt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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