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6. Stopp: Kambodscha& Vietnam

Mein Freund und ich hatten uns seit unseren letzten gemeinsamen Urlaub in Senegal nicht gesehen, also etwa drei Monate. Da dies schon eine sehr lange Zeit ist seinen Partner nicht zu sehen, beschlossen wir kurzfristig (zwei Wochen vor Abflug) uns in meiner Nähe zu treffen. Unter den Kriterien „Was ist in Maya‘s Nähe?“ (also in der Nähe meines letzten Stopps: Thailand) und „Was hat sowohl Strand, als auch Kultur?“ kamen wir auf Kambodscha. Das noch Vietnam hinzukommt, haben wir nicht erwartet.


Phnom Penh

Wir kamen beide in Phnom Penh an und trafen uns am Flughafen. Um nicht direkt stressig von A nach B hetzen zu müssen, buchten wir uns zwei Nächte in Phnom Penh. Tuktuk Fahrten von Tempeln zu Nachtmärkten und das Naschen an Straßenständen oder von Taranteln (im Romdeng Restaurant) war jedoch das Einzige was die Großstadt zu bieten hatte. Wir hätten auch die „Happy Restaurant“ probieren können, Pizzen und Shakes mit Marijuana Extra- legal! Uns war jedoch nicht danach…


Koh Rong Sanloem

Um schnell aus der lauten, vollen Stadt zu entfliehen, fuhren wir mit dem Bus nach Sihanoukville, um von dort aus eine Fähre zu der Insel „Koh Rong Sanloem“ zu nehmen. Dort war unser erster Halt der „Long Beach“, ein ewig langer Strand mit weißem Sand und turkisem Wasser. Hier verbrachten wir zwei Nächte in einem süßen Bungalow direkt am Strand (Long Beach Resort). Von dem Strand gingen zwei Dschungel-Pfarde ab, die einen über die Insel zu anderen Stränden führten- perfekt für eine Dschungel-Tour mit einer abkühlenden Schnorchel Pause! Bei unserer ersten Dschungel Tour zum „Sunset Beach“ hatten wir die unschlaue Idee uns freihand durch den Dschungel zu dem „naheliegenden“ Lazy Beach zu boxen. Was sich wie das schwerste Level von „Mario Cart“ (bloß ohne Auto, Wege, aber vermutlich mit Fleischfressenden Pflanzen…) angefühlt hat, war in Wirklichkeit ein Kampf aller menschlichen Bedürfnisse im tiefsten Dschungel. Nachdem wir es geschafft haben Hunger, Durst, Schwäche und das Bedürfnis nach einem Abend in der Hängematte zu unterdrücken, kamen wir endlich aus dem Gebüsch an den Strand gestürzt. Bei der nächsten Dschungel Tour zum wunderschönen, einsamen „Military Beach“ haben wir uns dann strikt an die glattgewälzten Wanderwege gehalten und hatten zum Schluss auch noch die Energie zu schnorchel- wir haben mega viele tolle Fische und sogar zwei riesige Kalamare gesehen!

Nach den zwei Nächsten sind wir mit dem lokalen Waren-Lieferboot zu einem anderen Abschnitt der Insel namens „M‘Pay Bay“ gefahren. Wir kamen im „Eco Retreat Bungalow“ unter. In der Ecke arbeiteten größtenteils Freiwillige aller Welt, was zu einer super Hippie-Atmosphäre geführt hat. Wir haben zum Sonnenuntergang auf dem Steg angestoßen, sind in dem klaren, flachen Wasser geschwommen, saßen zu guter Musik am Lagerfeuer und haben in der Nacht das erste Mal „Sparkling Plankton“ gesehen!


Koh Rong

Der nächste Stopp war Koh Rong, die große Schwester von Koh Rong Sanloem. Wir haben an der Koh Toch (oder auch Touch) Village angelegt- der Partymeile der Insel. Essen und Trinken war hier sehr günstig, die Stimmung jedoch zu sehr „Mallorca“. Weiter gefahren sind wir mit dem Longtail Boot dann zu dem Long Beach der Insel. Die Preise hier waren um einiges höher als auf der anderen Seite der Inseln. Da die Insel größer und fortgeschrittener als die Sanloem Insel ist, gab es hier viele Straßen, die wir mit dem Roller befahren konnten. Vier Tage verbrachten wir so mit dem Entdecken der Insel, von einsamen, geheimen Stränden, mit Schnorcheln und Knuddeln von Puppys. Am Long Beach bietet hier jeder zum gleichen Preis eine Boots-Angel-Tour an, die ich empfehlen kann (wenn man sonst keine Pläne hat).


Phu Quoc (Vietnam)

Der Plan war eigentlich direkt in den Norden nach Siem Reap zu fahren, da wir aber nicht genug vom Strand und dem Meer hatten, machten wir uns auf die Suche nach einer anderen nahegelegenen Insel und kamen auf die Insel Phu Quoc in Vietnam. Die Anreise war der Horror- von den kambodschanischen Inseln zum Festland, von dort rüber nach Vietnam und dann mit der Fähre nach Phu Quoc (obwohl die Insel nur etwa eine Stunde von Sihanoukville entfernt war). Da dann keine Fähre von Ha Tien gefahren ist und wir uns weiteren Stress sparen wollten, blieben wir eine Nacht am Hafen und aßen Meeresfrüchte wie Könige am Wasser.

Am nächsten Tag in Phu Quoc angekommen buchten wir uns das „Chez Que Forest Bungalow“, eine sehr sehr schöne Anlage mit 7 kleinen Hunden!! Wir mieteten uns wieder ein Roller und fuhren über die riesige Insel. Die Insel kann ich jedoch leider nicht empfehlen, da sie kein Inselfeeling sondern eher Pauschalurlaub ausstrahlt.


Siem Reap

Da wir uns diesen Stress mit Fähren und Bussen nicht nochmal antun wollten, flogen wir nach Siem Reap. Wir buchten uns direkt eine Tuktuk Tour für eine Sonnenaufgang-Tour für den nächsten Morgen. Der Eintritt für Angkor Watt war ziemlich teuer= 37 Dollar pP und dafür, dass alles voll mit Touristen war, hat es sich nicht gelohnt. Die Architektur und die Gewalt dieser alten Pagoden, Tempel und anderen Gebäuden war jedoch trotzdem überwältigend.

Nahe unseres Hotels gab es ein schönes Restaurant, wo wir Krokodilsfleisch (eine Spezialität in Kambdscha) probiert haben- sehr lecker! Auf der kurzen Rückfahrt nach Phnom Penh haben wir einen Stopp an einem Insekten-Stand gemacht. Ich habe ja bereits Insekten in Thailand gegessen, wollte meinem Freund aber auch mit dieser Erfahrung bereichern.


An unserem letzten Abend sind wir zu einer traditionellen Tanzaufführung gegangen und haben unsere Reise mit Wein und gutem Essen zelebriert. Nach 2 1/2 Wochen mussten wir uns dann wieder verabschieden, was mehr als schwierig war. Ich werde meinen Freund wahrscheinlich erst in mindestens 3 Monaten wieder sehen.

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